Schwarze Zahlen: Das Depot im Februar

OK, zum Monatswechsel war es noch ganz knapp im Minus, aber inzwischen steht das Depot mit einem guten Prozent im Plus da. Das freut mich außerordentlich, zumal ich mich damit doch sehr von den einschlägigen Indizes abheben konnte. Stand 01.03. lag die Performance bei -0,16%. Die Charts unten von Portfolio Performance habe ich erst heute exportiert. Da könnt ihr aber auch erkennen, dass es zwischenzeitlich gar nicht so gut aussah. Bei gut -9% war  der Tiefpunkt. Also warten wir lieber ab, was das Jahr noch bringt. Vielleicht geht es ja jetzt wieder bergab und das Ganze war nur eine Scheinblüte.

 

Die Gesamtperformance

Links ist der Renditeverlauf (nach TTWR) seit Anfang 2015 und rechts seit dem 01. Januar 2016 zu sehen. Die Schwarze Kurve ist mein Depot, das Hellblaue der Dax, rot ist der S&P500 und grün der MSCI World. Dabei verwende ich ETFs als Vergleichsmaßstab, wodurch diese immer einen Tag hinterher hinken. Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

 

Das Depot: Gewinner und Verlierer

Links wie immer die Tabelle mit den Gewinnen und Verlusten, sowie dem prozentualen Anteil der Aktien am Depot. Rechts nochmals die Anteile als geschnittenes Kuchendiagramm.

 

Ob eine Aktie im Zweimonatsverlauf jetzt positiv oder negativ abschneidet, hat viel mit dem Zufall zu tun, denn auch zum Jahreswechsel macht man ja nur einen Schnappschuss, genauso wie jetzt auch. Der Gewinner ist aber trotzdem unübersehbar: Cracker Barrel, die Restaurantkette. Wobei die zum Jahreswechsel auch gerade ein Tief durchmachten. Ebenfalls hervorragend geschlagen hat sich mein neuer Eierfabrikant Cal-Maine-Foods. Ich glaube über kaum eine Aktie gibt es bei Seeking Alpha derart untereschiedliche Sichtweisen, wobei die Aktie massiv geshortet wird, was möglicherweise die Objektivität leiden lässt. CPSI hat sich nach der Fusion und den ersten Berichten ebenfalls sehr gut gemacht und es sieht meiner Ansicht nach auch weiterhin sehr gut mit dem Unternehmen aus.

 

Verlierer ist tatsächlich SHW, wobei die sogar schon einmal tiefer standen. Schweizer Electronics wird in Mithaftung genommen, wobei das Geschäft unbeeindruckt gut verläuft. Parexel steht ebenfalls unter Sippenhaft (mit den Pharmaunternehmen), trotz guter Zahlen. Bei Dr. Hönle gab es tatsächlich nicht so berauschende Zahlen, aber das wird sich wieder geben. Wahrscheinlich werde ich demnächst etwas über Cewe schreiben, denn da gibt es wegen des weihnachtslastigen Geschäftsmodells Neuigkeiten vor allem dann, wenn der Jahresbericht herausgekommen ist. Momentan gibt es nur den vorläufigen Jahresbericht und ich werde noch den GB abwarten, der am 23. März erscheinen soll. Die Zahlen waren gut, das kann ich jedenfalls schon einmal sagen.

 

Veränderungen, Dividenden

Käufe oder Verkäufe gab es keine. Aktien zu verkaufen, um eine Wette im Rohstoffbereich einzugehen, dazu konnte ich mich nicht überwinden.

Dafür ist der Februar bei mir aber ein sehr ertragreicher Dividendenmonat, nachdem der Januar in dieser Beziehung gar nichts liefern wollte. Gerade am letzten Tag, dem 29.02. kamen noch zwei höhere Dividenden rein. Insgesamt haben jetzt AT&T, Cal-Maine, CPSI, Cracker Barrel, CVS,  Fastenal, General Mills und Starbucks ihre ersten Quartalsdividenden gezahlt. Damit habe ich nach zwei Monaten insgesamt bereits rund 900€ verbuchen können. Das ist allerdings kaum der Rede wert, wenn ich sehe in welchem Maß das Depot jeden Tag schwankt. Weil ich aber irgendwann in der Zukunft mal zum Teil davon leben möchte, sehe ich das trotzdem mit großem Interesse.

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Kommentare: 10
  • #1

    Volatilität (Donnerstag, 03 März 2016 15:35)

    Das schaut ja gut aus. 900 EUR in 2 Monaten ist ja nicht verkehrt ;-)
    Cracker Barrel geht wirklich ab, mal sehen wie sie sich weiterhin gegen die Bilglari Group verteidigen, bisher haben die Maßnahmen shareholder value geschaffen.

    Habe eine größere Portion Hershey ( um 79 EUR) gekauft, wäre das nicht was für dein Depot?

    Ein Artikel zu CEWE würde mich sehr interessieren.

    Gruß Vola

  • #2

    Schildkröte (Donnerstag, 03 März 2016 22:54)

    Hallo Christian,

    dass der DAX ein Performance-Index ist, weißt Du? Ggf. solltest Du den Kurs-DAX für einen aussagekräftigeren Vergleich nehmen: http://www.finanzen.net/index/DAX-Kursindex

    Gepanzerte Grüße

  • #3

    Christian (Donnerstag, 03 März 2016 23:12)

    Hershey kenne ich nicht, aber dem ist ja abzuhelfen. Aber leider bin ich aktuell sowieso nicht flüssig, so dass mein Interesse ein theoretisches bleiben muss.

    @Schildkröte: Meine eigene Renditeberechnung ist ebenfalls inklusive Dividenden. Und die als Vergleich ausgewählten ETFs sind alle thesaurierend. Von daher hinkt mein Vergleich mit den Benchmarks!rks nicht.

  • #4

    Christian (Donnerstag, 03 März 2016 23:13)

    Was ist denn da für ein komisches Buchstabengemetzel entstanden?

  • #5

    Volatilität (Freitag, 04 März 2016 08:37)

    http://www.thehersheycompany.com/pdfs/fact-book-october.pdf
    http://www.thehersheycompany.com/investors.aspx

    mal zum nachlesen

  • #6

    Schildkröte (Freitag, 04 März 2016 12:04)

    Hallo Christian,

    oh, dann habe ich wohl nicht genau genug gelesen. Sorry!

    Hershey ist mir wegen Tutti ein Begriff. Genauso wie Lindt und Halloren. Bei Lindt ist mir jedoch die Stückelung als Privatanleger zu hoch und bei Halloren (ich mag deutsche Nebenwerte als Beimischung sowie deren berühmte (?) Schokoladenkugeln) hatte ich nach eingehender Analyse mangels genügender Profitabilität von einem Investment Abstand genommen.

    Leider kriege ich via Smartphone keine Links hin. Es gibt im WPF einen interessanten Branchenvergleich von Schokoladeladenherstellern: www.wertpapier-forum.de / Aktien / Branchen - Vergleiche und Bewertungen Letzter Beitrag war am 30.12.2015

    Schokoladige Grüße

  • #7

    Schildkröte (Freitag, 04 März 2016 12:16)

    PS:

    Ach ja, der Branchenthread heißt "Produzenten von Schokolade".

    Übrigens war ich letzten Sonntag im Kölner Schokoladenmuseum. :-)

  • #8

    Christian (Freitag, 04 März 2016 13:57)

    @Vola: Danke!

    @Schildkröte: Du hast richtig gelesen, nur habe ich das gar nicht erwähnt, dass ich die Dividenden einbeziehe. Früher vielleicht mal irgendwann.

    Und Tutti hat Hershey? Interessant, aber die hat ja sowieso viele Lebensmittelhersteller jeglicher Couleur. Lindt und Halloren kenne ich auch, habe ich mir aber nie so genau angeschaut. Ich hab mal einen Artikel über die Hauptversammlung bei Lindt gelesen: Treffen der Millionäre ... Bei Schokolade denke ich immer an den chaotischen Verlauf der Kakaopreise, aber vielleicht ist das ja ein Vorurteil.

  • #9

    Volatilität (Freitag, 04 März 2016 15:27)

    Es gibt kaum keine Branche neben Big-Pharma, Konsumgüter, Nahrungsmittel und Co. die so zuverlässig Rendite abwirft. Schokolade ist ja ein Teil vom Foodkomplex.
    - Mars und Ferrero sind private Familienunternehmen
    - Nestlé, Mondelez, Kraft, Lindt, Hershey Co. liefern eben seit Dekaden zuverlässig ab. Die Beiden letzteren sind gegenüber den Multis fokussierter im Bereich Schokolade (wobei Hershey ebenfalls Snacks produziert) unterwegs.
    Den anderen Schweizer Barry Callebaut würde ich nicht vergleichen, der ist fast ein reiner Rohstoffproduzent (beliefert unter anderem die genannten) in Hand der Jacobs Familie und damit deutlich stärker den Schwankungen der Marktpreise unterworfen. Deswegen haben die auch nicht so eine ansehnliche Rendite.

    Hershey wäre schon längst aufgekauft worden (ist 2002 fast passiert, der Verkaufsprozess wurde aber nach Protesten abgebrochen), aber ein Großteil der Anteile wird von der Hershey Stiftung (reichste Schule weltweit) kontrolliert.

  • #10

    Schildkröte (Freitag, 04 März 2016 23:20)

    Schokolade wird vor allem in Europa und Nordamerika nachgefragt. Seit einiger Zeit auch zunehmend in China. Angebaut wird Schokolade bisher überwiegend in Afrika. Da das Angebot begrenzt ist, zieht der Preis durch die steigende Nachfrage an. Zwar wird auch zunehmend in Asien Schokolade angebaut, aber das entwickelt sich erst noch. Hier sind Markenimage und Preissetzungsmacht aus Unternehmenssicht gefragt. Lindt, Nestlé etc. haben ein hervorragendes Markenimage und können dank ihrer Preissetzungsmacht gestiegene Rohstoffkosten an ihre Kunden weitergeben. Die Halloren Schokoladenfabrik leider nicht gleichermaßen, was sich in den Ergebnissen entspr. niederschlägt.