Depotübersicht Februar 2015

Im Februar sprießen nicht nur die Krokusse, sondern auch das Depot ist weiter gewachsen und zwar um 11,3% bezogen auf den Jahresanfang. Ende Januar waren es aber auch schon gut 5%. Es ist das seltene Phänomen zu beobachten, dass alle Aktien, ohne Ausnahme, seit Anfang des Jahres Gewinne gemacht haben. Das gab es im letzten Jahr auch schon einmal, änderte sich dann aber bald wieder. Große Veränderungen gab es nicht, eine kleine Zurechtstutzung von GFT Technologies und eine Aufstockung von Unilever waren die wenig spektakulären Ereignisse des Februars. Aber so sollte es ja eigentlich auch sein.

Depotzusammensetzung, Gewinne und  Verluste

Die Tabelle und Diagramme findet ihr natürlich auch im Depotmenü. Die Gewinne und Verluste der Einzelaktien beziehen sich auf die Jahreanfangskurse, sind also nach TTWR berechnet. Real ergeben sich deshalb durch Aufstockungen Abweichungen (z.B. bei Init und Starbucks), weil ich nicht die durchschnittlichen Einstiegskurse eingesetzt habe. Das werde ich nächsten Monat vielleicht einarbeiten.

 

Die Rendite über das gesamte Depot ist allerdings genau gerechnet und liegt bei 11,3%.

 

Sieger: GFT Technologies

 

Der Monatssieger in Sachen Rendite ist GFT Technologies. Meiner Ansicht nach ist da ein gewisser Hype entstanden und kaum eine Publikation in Sachen Nebenwerte hat sich nicht daran beteiligt. Eine wahrscheinlich bevorstehende Aufnahme in den TDAX tut ein Übriges. So etwas macht mich misstrauisch und davon abgesehen, hatte GFT einen recht ordentlichen Depotanteil auf sich vereinigt. Immerhin hat sich die Aktie seit meinem Kauf Ende 2013 verdreifacht, ist also auch insgesamt mein bestes Pferd im Stall.


Da ich weiterhin an das Unternehmen glaube - Hype hin oder her - habe ich sie nur ein wenig zurechtgestutzt, so dass Positionsgröße und Risiko wieder im Einklang stehen. Um bei den bestehenden hohen Marktbewertungen mein Risiko etwas zu reduzieren, habe ich als Ersatz Unilever aufgestockt. Dass auch diese Aktie nicht billig ist, habe ich an anderer Stelle schon beschrieben, aber mit ihren 3,x% Dividendenrendite ist die Bewertung noch einigermaßen zu verkraften. Damit hat Unilever ihre Richtgröße im Depot erreicht. Bei General Mills sieht es ähnlich aus und ich denke mal, dass ich sie bei Gelegenheit ebenfalls aufstocken werde.

 

Heimliche Sieger und Verlierer

 

Seht gut gemacht hat sich aber auch die SHW AG. Mit deutlich weniger Hype, dafür aber guten Zahlen und Nachrichten, hat es diese kleine Aktie aus dem SDAX  geschafft, über 30% zuzulegen. Auch meine beiden relativ neuen kleinen deutschen Techwerte Dr. Hönle und Schweizer Electronics machen mir viel Freude. Dr. Hönle hat gerade erst den Quartalsbericht herausgegeben und diesmal konkret etwas zum Sorgenkind Quarzglasproduktion gesagt, was insgesamt recht optimistisch klang, ohne jetzt in die Details gehen zu wollen. 

 

Nach längerer Ruhephase hat sich auch CEWE wieder gerührt und etwas zugelegt, gerade erst auch gute Zahlen vorgelegt. Allerdings fehlt bisher ein Ausblick, auf den wir wohl noch bis zum offiziellen Jahresbericht warten müssen. Vielleicht werde ich dann, wenn der Bericht da ist, ausführlicher etwas zu der Aktie schreiben.


Einziger Verlierer in diesem Monat ist Cancom, die einen Teil ihrer Gewinne wieder abgegeben haben. Eine Ursache dafür kann ich nicht erkennen, aber das kann man ja bei derartigen Aktien sehr oft nicht und muss das unter dem Oberbegriff unvermeidliche Votalität verbuchen.


Dividenden und Steuern


Insgesamt litt die Rendite deutlich unter den gezahlten Kapitalertragssteuern. Ohne die gezahlten Steuern wäre die Rendite über 1,5% höher. Man muss sehr aufpassen, ob es sich wirklich lohnt, einen Gewinn mitzunehmen oder die Aktie besser unversteuert im Depot zu belassen. Berkshire Hathaway könnte z.B seine Coca Cola Aktien gar nicht verkaufen, ohne durch die zu zahlenden Steuern einen gigantischen Verlust zu machen.

Dabei handelt es sich immer um eine Einzelfallentscheidung und vor allem geht es um die Frage, ob man eine Aktie wegen den Dividenden oder wegen der Spekulation auf steigende Kurse im Depot hat. In jedem Fall muss man sich klarmachen, dass man eine Investition finden muss, die nicht nur bessere Aussichten bietet, sondern auch das Steuerhandicap erst einmal ausgleichen muss.


Die latente Steuerbelastung aus den Vorjahren ist dafür natürlich gesunken und liegt nur noch bei gut 4% des Depotwertes. Allerdings ist  in diesem Jahr durch die  Kurssteigerungen auch wieder etwas dazugekommen.


An Dividenden kam bisher nicht besonders viel herein, gerade mal 0,1% des Depotwertes. Das wird sich allerdings im Laufe der Zeit noch ändern, zumal die deutschen Unternehmen ja immer nur einmal im Jahr zahlen und das dann gehäuft im Mai oder Juni. Insgesamt rechne ich mit einer Dividendenrendite um die 2%.


Eine schöne Woche wünscht

euer Stockblogger

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Kommentare: 4
  • #1

    Stefan (Montag, 02 März 2015 20:05)

    Glückwunsch zum glücklichen Händchen! Bleibt hoffentlich dabei.

  • #2

    stock-blog (Dienstag, 03 März 2015 07:55)

    Danke, allerdings hinke ich diesmal dem DAX hinterher. Andererseits gibt es immer irgendeinen Index, der besser ist als man selbst, nur weiß man leider nie welcher das sein wird.

  • #3

    Larry.Livingston (Freitag, 06 März 2015 09:51)

    Hi pteppic,
    deinen Depotmix finde ich sehr interessant und mal erfrischend neu (ggüber den vielen anderen Personal-Finance Blogs).
    Viel Glück auch weiterhin!
    Cheers,
    Larry
    PS Deine größte Positionen heißt übrigens schon eine Weile CVS Health. ;)

  • #4

    stock-blog (Freitag, 06 März 2015 10:17)

    @Larry

    Danke für dein Feedback. Du hast recht, meine Strategiemischung kommt wohl nicht besonders häufig vor. Evtl. vergleichbar finde ich zwei Musterdepots im Wertpapierforum, Tutti und Markymark, die ich beide in ihrer unterschiedlichen Ausprägung sehr interessant finde.

    Das Caremark liegt rein an meiner Faulheit. Das steht so noch in meiner Exeltabelle und ich habe schlicht vergessen es mal zu ändern.

    Gruß
    Christian (alias pteppic)