Monatsübersicht Januar 2015

Das Jahr  2015 beginnt ähnlich wie 2014. Nur ganz kurz rutschte das Gesamtdepot zu Jahresanfang mal ins Minus, steigerte sich dann aber bis zum 31.01.2015 um 5,1% (nach TTWR 5,3%, inklusive Festgeld). Belastend wirkten sich die hohen Steuerzahlungen aus, denn nachdem mein Freibetrag durch die Zinszahlung der Freseniusanleihe und dem Leoniverkauf schon mehr als aufgebraucht war, musste ich den Hannover Rück-Verkauf komplett versteuern. Ohne diese Zahlungen läge das Ergebnis um über einen Prozentpunkt höher. Nach dem Ergebnis vom letzten Jahr bin ich aber bescheiden geworden und eigentlich hoffe ich ja nur, dass ich mit einem Ergebnis wie es jetzt auf dem Papier steht über das Jahr komme. Aber warten wir es ab.

 

Die Übersicht

Insgesamt sind jetzt 20 Titel im Depot plus die eine  Anleihe, die ich bisher verschwiegen habe, die aber ohnehin dieses Jahr auslaufen wird. Ich habe festgestellt, dass diese Zahl vermutlich doch so ungefähr die Grenze darstellt, die ich noch einigermaßen gut überwachen kann. Die Größe der einzelnen Posten wird beim Kauf von dem Risiko bestimmt, das ich den einzelnen Titeln beimesse, allerdings wachsen die Anteile dann auf Grund von Kurssteigerungen möglicherweise stark an, wie es bei CVS geschehen ist. Bei einem Neukauf würde ich dem Wert sicher nicht diesen großen Anteil am Depot zubilligen.



Käufe - Verkäufe

 

Nochmal zur Übersicht:

  • Verkauft wurden komplett Leoni und Hannover Rück.
  • Aufgestockt wurde Starbucks, Init und AT&T
  • Neu hinzugekommen ist Parexel. Da den Wert vermutlich kaum jemand kennt werde ich ihm evtl. nochmal einen eigenen Beitrag widmen.

 

Gewinner und Verlierer

 

In die GUV Rechnung sind meine Zukäufe noch nicht einberechnet, Starbucks, Init  und AT&T tauchen da mit ihren alten Notierungen auf, die Zukäufe werden erst in der Abrechnung Ende Februar miteinbezogen. Gewinner im Januar ist für mich überraschend Unilever. Die kürzlich herausgekommenen Zahlen haben das Unternehmen vermutlich in den Fokus der Dividendenanleger gerückt mit der Folge, dass auch dieses Unternehmen so langsam zu teuer für einen Neueinstieg wird.

 

Gut geschlagen hat sich:

  • Starbucks (ebenfalls nach Veröffentlichung der Zahlen),
  • SHW, die erst kürzlich den Abschluss eines Joint Ventures zur Produktion von Bremsscheiben mit einem chinesischen Unternehmen bekannt gaben,
  • und nicht zuletzt AAP, über die ich ja erst kürzlich etwas geschrieben hatte.

Einziger Wert mit einem kleinen Verlust ist Gesco, bei der die Anleger auf Neuigkeiten warten, ob die temporären Probleme bei zwei Tochterunternehmen inzwischen gelöst werden konnten. Dass Parexel erst einmal in die Miesen rutscht, passiert halt. Auch da gab es im Übrigen Zahlen mit einer recht aufschlussreichen Pressekonferenz. Aber da werde ich ja wie gesagt bald etwas dazu schreiben.

 

Eigentlich bin ich ja kein so großer Fan von ständigen Wasserstandsmeldungen, warten wir es ab, wie es am Jahresende ausgehen wird.


Aussichten am Aktienmarkt


Natürlich sind momentan viele Aktien gut oder sogar überbewertet. Das betrifft insbesondere viele populäre Dividendentitel.  Jedesmal wenn ich eine Zeitschrift über das Thema aufschlage, wird dort nach dem gleichen Muster getrommelt: Für Anleihen gibt es keine Zinsen, investieren sie jetzt in Aktien und achten sie dabei auf Dividenden. Bewertungen werden dabei komplett ausgeblendet. Die goldenen Zeiten für zyklische Unternehmen sind vermutlich auch erst einmal vorbei, auch wenn jetzt nicht gleich eine Rezession ins Haus steht. Bei Wachstumstiteln wird man noch am ehesten fündig, aber da muss man schon aufwendig recherchieren, um Erfolg zu haben.


Im Großen und Ganzen sehe ich aber noch keine Gefahr für einen Crash. Eine Korrektur kann es natürlich immer geben, für einen Crash braucht es aber schon etwas mehr. Das Problem des Anlagenotstandes besteht weiterhin. Immobilien sind auch schon reichlich teuer, Anleihen entweder sehr riskant oder unnütz. Einzig bei Rohstoffen darf man aktuell wieder etwas spekulieren, aber auch nur mit viel Risiko. Da bleibt nicht viel anderes, als in Aktien zu investieren (ich vermeide mal das bekannnte Merkelsche Bonmot). Etwas streuen ist natürlich trotzdem nicht verkehrt und das tue ich auch, obwohl es hier vielleicht anders aussehen mag. Aber das ist ja auch nicht Thema dieses Blogs.

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